Kling AI hat den 15. September 2026 als Enddatum für einen großen Block älterer Modelle und APIs festgelegt. Wer sich in die Plattform eingebunden hat, hat damit eine feste Frist.

Was eingestellt wird

Video-Modelle: Kling 1.0, Kling 1.5, Kling 1.6, Kling 2.0 Master, Kling 2.1 und Kling 2.1 Master.

Bild-Modelle: Kling Image 1.0, 1.5, 2.0 und 2.0 New.

Ebenfalls betroffen: die Virtual-Try-On-API und 119 Video-Effekt-Vorlagen aus dem Video Effects Center.

Kling empfiehlt Kling Image 3.0 und 3.0 Omni als Alternativen. Für Virtual Try-On heißt es, ein Erlebnis der nächsten Generation befinde sich in Entwicklung, ohne dass ein Termin genannt wird — dort gibt es also eine Lücke statt eines Migrationspfads.

Was bestehen bleibt

Inhalte, die vor dem Einstellungsdatum erzeugt wurden, sind davon nicht betroffen und bleiben verfügbar. Die Abschaltung entzieht nur den Zugriff auf die alten Modelle, nicht die damit bereits erzeugten Ergebnisse.

Die aktuelle Reihe umfasst Kling 3.0 und 3.0 Omni, Kling 3.0 Turbo, Kling Image 3.0 und Kling Motion.

Warum das wichtig ist

Dass sechs Video-Modellversionen auf einmal verschwinden, ist ungewöhnlich rigoros. Die meisten Anbieter staffeln Abschaltungen; Kling räumt alles vor 3.0 an einem einzigen Datum ab.

Für alle, deren Produktions-Workflows auf eine bestimmte Version festgelegt sind, bedeutet das echte Migrationsarbeit, und die Frist ist eine Sache von Tagen, nicht Monaten. Die erzeugten Ergebnisse ändern sich nicht, aber Prompts, die auf 2.1 abgestimmt wurden, verhalten sich auf 3.0 nicht identisch — Modell-Upgrades verschieben Stil und Timing, selbst wenn sie die Qualität verbessern.

Was jetzt zu tun ist

Prüfen Sie, welche Modell-IDs Ihre Integration tatsächlich aufruft. Wenn eine der eingestellten Versionen darunter ist, testen Sie die 3.0-Entsprechungen vor dem 15. anhand Ihrer eigenen Referenz-Prompts, statt danach. Nutzer von Virtual Try-On brauchen einen ganz anderen Plan, da bislang kein Ersatz verfügbar ist.

Das größere Muster

Anbieter von Videogenerierung konsolidieren sich um einzelne aktuelle Modellreihen, anstatt einen Rückkatalog zu pflegen, und der Grund dafür sind die Kosten: Sechs Versionen eines Video-Modells zu bedienen bedeutet sechs Sätze von Gewichten auf teurer Hardware. Anbieter von Text-Modellen können sich lange Legacy-Ausläufer leisten; Anbieter von Video-Modellen offenbar nicht.

Für alle, die auf generativem Video aufbauen, spricht das dafür, die Modellversion als Konfiguration statt als feste Annahme zu behandeln und einen Referenzsatz an Prompts bereitzuhalten, den man jederzeit erneut ausführen kann, wenn ein Anbieter einen Wechsel erzwingt.