ComfyUI ist eine graphbasierte Oberfläche für Generierung. Statt eines einzelnen Prompt-Felds verbindet man Nodes (Loader, Sampler, Conditioning, Upscaler und so weiter) zu einem Workflow, den man einsehen, wiederverwenden und teilen kann. Diese Transparenz ist der Grund, warum ComfyUI zum Werkzeug der Wahl für alle wurde, die präzise Kontrolle über die Bild- oder Videogenerierung wollen.
Die aktuelle Version ist v0.27.0, veröffentlicht am 30. Juni 2026. Sie bringt Unterstützung für int8-quantisierte Modelle auf GPUs der Turing-Generation und neuer, mit überarbeitetem LoRA- und Speicher-Handling, sowie neue Nodes wie Seed, Advanced Krea 2 Model Merging, Bounding Box Canvas, ConditioningMultiply und einen Ideogram-JSON-Prompt-Node, dazu Unterstützung für Googles Nano Banana 2 Lite. Sie setzt ein aktives Jahr 2026 fort: Im Juni kam eine komplette Überarbeitung von Comfy Desktop mit Multi-Instanz-Verwaltung, Snapshots und gemeinsamem Modellspeicher, hinzu kamen die Videomodelle Krea2 und LTX2, offizielle AMD-ROCm-Unterstützung unter Windows und NVFP4-Leistungsverbesserungen auf der GPU.
Neben Standbildern treibt ComfyUI inzwischen auch die Videogenerierung über Modelle wie Krea2 und LTX2 an, es ist also längst kein reines Bildwerkzeug mehr. Man kann mehrere Modelle verketten, eigene und Community-Nodes mischen, Stapel verarbeiten und ganze Workflows als wiederverwendbares JSON exportieren.
Die Preisgestaltung hat zwei Seiten. Die selbstgehostete Software ist vollständig kostenlos und quelloffen. Der offizielle verwaltete Dienst Comfy Cloud, der Ende 2025 die Beta verließ und auf ein einheitliches Kreditmodell umstellte und im März 2026 einen kostenlosen Tarif erhielt, bietet: Free (400 Credits/Monat, ohne Kreditkarte), Standard für 20 $/Monat (4.200 Credits), Creator für 35 $/Monat (7.400 Credits, mit LoRA-Import), Pro für 100 $/Monat (21.100 Credits) und einen individuellen Enterprise-Tarif.
Die größte Einschränkung ist die Lernkurve. Der Node-Graph ist mächtig, aber für Einsteiger einschüchternd, und beim lokalen Betrieb muss man GPU-Hardware, Modelldateien und Abhängigkeiten selbst verwalten. Comfy Cloud nimmt den Einrichtungsaufwand ab, bindet die Nutzung aber an ein Kredit-Budget.
Wähle ComfyUI, wenn du tiefe, reproduzierbare Kontrolle über die Generierung willst, mit einer technischen Oberfläche zurechtkommst oder lokal kostenlos starten und später in die verwaltete Cloud wechseln möchtest.
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