Kling AI ist eine Plattform zur Videogenerierung des chinesischen Unternehmens Kuaishou. Man beschreibt eine Szene per Text oder gibt ein Standbild ein, und der Dienst animiert daraus einen kurzen filmischen Clip. In zwei Jahren ist das Projekt von einer experimentellen Demo zu einem der meistgenutzten KI-Video-Tools gewachsen.
Die aktuelle Version ist Kling 3.0, gestartet am 5. Februar 2026 auf der Omni-One-Architektur. Sie brachte natives mehrsprachiges Audio, Multi-Shot-Storyboarding von bis zu sechs verbundenen Einstellungen und Ausgabe bis 4K bei 60fps, dazu bessere Charakterkonsistenz und einen verbesserten Motion Brush. Am 17. Juni 2026 folgte Kuaishou mit Kling 3.0 Turbo, einem schnelleren und günstigeren Modus mit synchronem Audio ab etwa 0,8 Yuan pro Sekunde bei 720p, sowie einem 3.0-Omni-Upgrade mit 4K-Bearbeitung und Laufzeiten von 3 bis 15 Sekunden.
In der Praxis liegen die Stärken in der Bewegungsqualität, der Prompt-Treue und der Fähigkeit, mehrere Einstellungen zu einer zusammenhängenden Sequenz zu verketten statt nur einen isolierten Clip zu liefern. Das Modell Kling 3.0 Pro führte im Februar 2026 die Text-to-Video-Rangliste von ArtificialAnalysis mit einem Arena-ELO von 1240 an.
Die Preisstruktur ist Freemium. Der Gratis-Tarif gibt 66 Credits pro Tag (täglicher Reset, keine Übertragung, mit Wasserzeichen, Clips von etwa 5 Sekunden). Die kostenpflichtigen Monatspläne liegen bei rund 10 $/Monat für Standard (660 Credits), 37 $/Monat für Pro (3.000 Credits), 92 $/Monat für Premier (8.000 Credits) und 180 $/Monat für Ultra (26.000 Credits). Die Jahreszahlung senkt Standard bis Premier um etwa 34%, was effektiv rund 6,60 $, 24,42 $ und 60,72 $ pro Monat bedeutet; Ultra hat keine Jahresoption.
Die größten Einschränkungen sind Cliplänge und Kosten. Selbst die Top-Pläne erzeugen Clips von bis zu etwa 15 Sekunden, keine Minuten, längere Videos müssen also aus mehreren Generierungen zusammengesetzt werden. Credits schwinden bei hoher Auflösung schnell, und Wasserzeichen sowie kurze Clips machen den Gratis-Tarif eher zum Test als zum Arbeitswerkzeug.
Kling passt zu Creators, Marketern und Video-Editoren, die hochwertige Kurzclips für Social Content, Werbung oder B-Roll brauchen und die bereit sind, Einstellung für Einstellung zu arbeiten, statt ein einziges langes fertiges Video zu erwarten.
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