Scite begann als Werkzeug, um zu sehen, wie ein wissenschaftlicher Artikel zitiert wurde. Statt einer bloßen Zitationszahl zeigen die Smart Citations, ob jede zitierende Arbeit die ursprüngliche Aussage stützt, sie nur erwähnt oder ihr widerspricht. Das erleichtert die Einschätzung, wie belastbar ein Befund ist.
Das Produkt wird laufend aktualisiert und trägt keine Versionsnummern. Die wichtigste jüngere Änderung kam im Februar 2026 mit dem Start der Scite-MCP-Integration (Model Context Protocol), mit der sich Scite innerhalb von ChatGPT, Claude, Copilot, Cursor und Claude Code nutzen lässt. Aus diesen Tools heraus kann man über 250 Millionen Artikel durchsuchen, Treffer mit Smart Citations bewerten und Volltext-PDFs abrufen. Dieselbe Version hob die Datenlimits für Chats und gespeicherte Suchen auf, ergänzte den Assistant um neue KI-Modelle und legte ältere still, und führte AI Report Summaries ein. Im März 2026 kam die Möglichkeit hinzu, DOIs direkt in den Assistant einzufügen, bis zu fünf benannte Einstellungs-Presets zu speichern, Zitations-Pop-ups zu verschieben, und die MCP-Abdeckung wurde auf Patente, klinische Studien und Förderungen erweitert.
Die Kernfunktionen umfassen heute drei Bereiche: die Smart-Citation-Datenbank mit Browser-Erweiterung, einen KI-Assistant für Literatursuche und Berichtserstellung sowie die MCP-Schicht, die all das externen KI-Tools und Coding-Agenten zugänglich macht.
Die Preise sind gestaffelt. Der kostenlose Tarif bietet die Smart-Citation-Badges und die Erweiterung sowie eine begrenzte Assistant-Nutzung, dazu eine 7-tägige Personal-Testphase. Personal kostet 20 Dollar pro Nutzer und Monat oder 12 Dollar im Jahresabo (rund 144 Dollar pro Jahr, etwa 40% günstiger), mit Studentenrabatten von etwa 30 bis 50 Prozent. Organization-Tarife werden individuell kalkuliert und bringen SSO, Analysen und Support, während der Developer-Tarif für API- und MCP-Zugang guthabenbasiert und ebenfalls individuell ist.
Die Grenzen sollte man kennen. Die Abdeckung ist in den Naturwissenschaften stark, in manchen Geisteswissenschaften dünner, die Smart-Citation-Klassifikation ist automatisiert und liegt gelegentlich daneben, und die nützlichsten Assistant-Funktionen stehen erst im Bezahltarif zur Verfügung. Die Developer- und Organization-Preise bleiben undurchsichtig, bis man ein Angebot anfordert.
Scite passt zu Forschenden, Doktorandinnen und Doktoranden, Bibliothekaren und Evidenzanalysten, die Aussagen prüfen wollen, statt nur Zitate zu zählen. Besonders reizvoll ist es jetzt, wenn man ohnehin in einem KI-Assistenten oder Coding-Agenten arbeitet und dort per MCP wissenschaftliche Suche haben möchte.
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