Devin ist ein autonomer Coding-Agent von Cognition. Statt als Copilot in deinem Editor zu sitzen, arbeitet er eher wie ein entfernter Entwickler: Du weist ihm eine Aufgabe zu, und er startet seine eigene Cloud-Umgebung mit Shell, Browser und Code-Editor, um die Arbeit zu planen, Änderungen im gesamten Repository vorzunehmen, Tests auszuführen und einen Pull Request zu öffnen.
Die aktuelle Version ist Devin 2.2, veröffentlicht am 24. Februar 2026. Sie brachte einen rund dreimal schnelleren Sitzungsstart, vollständiges Testen per Desktop/Computer-Use, automatisiertes Code-Review und eine überarbeitete Lifecycle-Oberfläche. Unter der Haube läuft Devin nun auf der Devin-Fusion-Architektur (angekündigt im Juni 2026), die Frontier-Modelle mit günstigeren 'Sidekick'-Agenten kombiniert und Frontier-Qualität bei etwa 35% geringeren Kosten als Opus 4.8 allein verspricht. Die jüngste Ergänzung ist Devin Security Swarm (Juli 2026), das Schwachstellen findet, validiert und behebt. Ein Devin 2.3 gibt es noch nicht.
In der Praxis ist Devin am stärksten bei klar umrissenen, parallelisierbaren Aufgaben: Bugfixes, Refactorings, Migrationen, Testerstellung, kleine Features und Fragen zur Codebasis. Du kannst mehrere Devin-Sitzungen gleichzeitig laufen lassen, und die Integration mit Slack, GitHub und IDEs erleichtert das Übergeben von Aufgaben und das Reviewen der entstandenen PRs.
Nach der Windsurf-Übernahme wurde die Preisgestaltung in Self-Serve-Stufen umstrukturiert. Free kostet $0 mit einer kleinen Agenten-Quote, begrenzten Modellen sowie unbegrenzten Inline-Edits und Tab-Vervollständigungen. Pro kostet $20/Monat mit größeren Quoten, Zugriff auf OpenAI-/Claude-/Gemini-Modelle, kostenlosem SWE-1.6 und Open-Source-Modellen sowie Cloud-Agenten. Max kostet $200/Monat für Power-User, und Teams kostet $80/Monat Basis plus $40/Monat pro Entwicklersitz, mit Admin-Dashboard und zentraler Abrechnung. Enterprise ist individuell und wird weiterhin in ACUs (Agent Compute Units) abgerechnet, mit SSO und optionalem VPC.
Die Einschränkungen sind typisch für autonome Agenten: Bei unklaren Aufgaben verbraucht er schnell Quote oder Credits, schlägt manchmal den falschen Weg ein und braucht Korrektur, und große oder unaufgeräumte Codebasen erfordern weiterhin sorgfältige Aufgabenabgrenzung und ein Review vor dem Merge. Beachte, dass viele Drittanbieter-Blogs noch die alte reine ACU-Preisgestaltung nennen (Core $20 + $2,25/ACU, Team $500/Monat), die laut offizieller Doku für Self-Serve bereits ersetzt wurde.
Devin passt zu Teams, die routinemäßige Entwicklungsarbeit an eine Flotte paralleler Agenten auslagern und das Reviewen von PRs gewohnt sind, sowie zu einzelnen Entwicklern, die dank der neuen kostenlosen Stufe autonomes Programmieren ohne Vorauszahlung ausprobieren möchten.
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